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Körperlich-sportliche Aktivität und Stressregulation bei Kindern und Jugendlichen

  • Körperlich-sportliche Aktivität, Stress und Stressbewältigung scheinen sich während der Kindheit und des Jugendalters zu verändern, wie es viele querschnittliche Analysen nahelegen. Während ab dem Jugendalter ein Rückgang innerhalb der körperlich-sportlichen Aktivität festzustellen ist, steigt das Stresserleben meist an. Ziel dieser Arbeit war es daher, bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 8 und 15 Jahren sowohl querschnittliche Altersunterschiede als auch längsschnittliche Veränderungen der körperlich-sportlichen Aktivität, des Stresserlebens und der Stressbewältigung zu erfassen und mögliche wechselseitige Beziehungen der Variablen zu untersuchen. Teilnehmende im Querschnitt waren Schülerinnen und Schüler der 3. bis 7. Klasse (N = 940, 50% weiblich), im Längsschnitt nahmen zum ersten Messzeitpunkt Kinder der dritten bis fünften Klasse teil (n = 403, 51% weiblich). Es fanden sich im Querschnitt Unterschiede zwischen den Altersstufen bei körperlich-sportlicher Aktivität, Stresserleben und Stressbewältigung, die durch die längsschnittlichen Analysen teilweise bestätigt werden konnten. So stieg die aktive Zeit im Verein an, während das Stresserleben allgemein zurückging. Jedoch fanden sich weder im Quer- noch im Längsschnitt die erwartet deutlichen Zusammenhänge der Variablen. Hingegen ergaben sich Bestätigungen für Geschlechterunterschiede und Unterschiede hinsichtlich des Migrationshintergrunds. So hatten Mädchen z.B. höhere Stresserlebenswerte als Jungen und Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund waren weniger im Sportverein aktiv als Kinder und Jugendliche ohne Migrationshintergrund. Die gefundenen Ergebnisse werden im Hinblick auf ihre Bedeutung auch für den Schulalltag diskutiert.
  • Physical activity, stress and coping strategies seem to change during childhood and adolescence, as many cross-sectional studies imply. While physical activity decreases during adolescence, stress normally increases in this time span. The aim of this study is therefore to examine age differences in cross-sectional analyses and changes through time in longitudinal analyses for physical activity, stress and coping strategies. Furthermore correlations between the constructs are investigated. A sample of 940 students from third to seventh grade participated in this study (50% females), for longitudinal analyses data from 403 students was used. Age differences were found in cross-sectional analyses for physical activity, stress, and coping strategies of which most results could be manifested in longitudinal results. The amount of physical activity in sports clubs inclined whereas stress declined. Nonetheless the expected strong correlations between the constructs physical activity and stress could neither be found in cross-sectional nor in longitudinal analyses. However, gender differences and differences in migration background were found, e.g. girls had higher scores in stress compared with boys and children with a migration background were less active in sports clubs in comparison with children without a migration background. The results and their implications are discussed in relation to school factors.

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Metadaten
Author:Steffen Schmid
URN:urn:nbn:de:bsz:752-opus4-372
Advisor:Carl-Walter Kohlmann
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2015
Date of first Publication:2015/11/27
Granting Institution:Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, Fakultät I
Date of final exam:2015/06/11
Release Date:2015/11/27
Tag:Körperlich-sportliche Aktivität; Stress; Stressbewältigung
To order the print edition:452456908
Institutes:Fakultät I
Licence (German):License LogoVeröffentlichungsvertrag ohne Print-on-Demand

$Rev: 13159 $